Über mich

Eigentlich kann ich gar ich nähen. Im Handarbeitsunterricht war ich die schlechteste Schülerin. Knöpfe annähen muss mein Mann. Der absolute Horror für mich ist die Bedienung einer Nähmaschine. 

1997 wurde im Rahmen einer Beschäftigungstherapie während einer Reha das Nähen eines  Teddybären angeboten. Das war der Beginn einer "flusigen" Leidenschaft.  

Meine ersten selbstgenähten Bären sahen grauselig aus.  Schiefe Gesichter,  Ohren in Kinnhöhe,  das Stopfen -  schon das ist eine Wissenschaft -  funktionierte nicht.  Später entdeckte ich Fachzeitschriften. Mein Mann überraschte mich mit Fachbüchern über Teddybären und deren Herstellung.  Immer,  wenn er meint, es stehen zuviel Bären in der Wohnung herum,  kann ich ihm vorhalten,  dass er das Hobby von Anfang an mit allen Mitteln unterstützt und gefördert hat. Nachdem ich die ersten Felle in herkömmlichen Stoffläden kaufte, entdeckte ich Fachgeschäfte,  die ausschließlich Zubehör für Teddybären vertreiben.  Augen,  Gelenkscheiben,  Füllstoffe etc.  Nach einigen Jahren schloss ich Freundschaft mit teuren Mohair - und Alpakafellen. 

Nach viele Versuchen und selbst hergestellten Vorlagen wurden die Bären immer schöner,  die Gesichter immer frecher.  Der ursprüngliche Stoffbär guckt böse,  meine haben eine freche, kecke Schnauze. Alle Menschen,  die diese Geschöpfe sehen, müssen schmunzeln,  viele Leute lachen richtig.   Irgendwann folgten die ersten Ausstellungen und Zeitungsartikel.  Während eines Kreativmarktes wurde ich  von einem Ausstellungsbesucher gefragt,  ob ich auch Stofftiere repariere  bzw. restauriere.

Damit kam der Stein ins Rollen.  Seitdem habe ich eigentlich immer einen reparaturbedüftigen "Kandidaten" zuhause. Wenn die Menschen ihre reparierten Lieblinge abholen,  gibt es immer überraschte,  oft überwältigte Reaktionen.  Es sind schon viele Freudentränen geflossen. Das ist für mich das Schönste an der Sache.

 

 

Ich nähe, egal ob bei Reparaturen oder bei der Herstellung neuer Bären,   grundsätzlich nur mit Nadel und Faden,  so wie zu Großmutters Zeiten.  Wichtig sind auch Zeit und Muße.  Dadurch ist eine perfekte und ordentliche Handarbeit garantiert. 

 

 

 

 

 

 

 


Der untere ist einer meiner ersten Kreationen